Summertime in den Südstaaten

Schon jetzt freue ich mich auf den heißen Sommer in den Carolinas mit dem typischen Gewitter um 17 Uhr und einem kühlenden tropischen Regenfall, der einen klaren Himmel für den Sonnenuntergang macht.

North Carolina ist klimatisch in drei Zonen aufgeteilt: In Charlotte und Umgebung, auch Piedmont genannt, wird es im Sommer bis zu 37°C. Oft haben wir nachmittags ein ordentliches Gewitter und danach klärt es wieder auf. Im Winter ist es recht mild bei 10°C, es kann jedoch auch mal unter 0°C werden. Die Bergregion, also beispielsweise Asheville und Umgebung, ist merklich kühler. Das Thermometer steigt im Sommer selten über 26° und in der Regel fällt mehr Regen, da die Wolken an den Bergen hängenbleiben. Die Küstenregion hingegen – und nun müsste ich eigentlich die Outerbanks benennen, die ich noch nicht bereist habe, Charleston in South Carolina ist aber ähnlich – hat ein vom Meer beeinflusstes mildes Klima und der Wind weht einem um die Nase.
Mit diesem Wissen kann man beruhigt die Urlaubstage oder auch das Wochenende planen; irgendwo wird schon gutes Wetter sein.

Auf dem Ausflugsmenü könnte folgendes stehen:

Tour 1: Lake Lure
Hierbei handelt es sich um den Dirty Dancing See, leider ohne Johnny und Baby, dafür mit vielen Wildgänsen.
Die Fahrt von hier nach Asheville führt den Reisenden auf den wunderschönen, saftig grünen Blueridge Parkway, mit seinen über 300 verschiedenen Baumarten. Alle haben das Lied „Country Roads“ von John Denver im Kopf bei der kurvigen Fahrt durch die Mountains.
Wir genießen die klare Bergluft und klettern an einem der schönsten Fotostops auf der Route, dem Linville Viaduct, die bewaldeten Steinwände hoch, um dann zu sehen, dass man nichts sieht aufgrund der dschungelartigen Vegetation. Die gelbe Straßenbemalung und vorbeifahrende Oldtimer bieten sich als gute Fotomodell Alternative an. Nicht zu vergessen der zweistufige Linville Wasserfall.
Im alternativen Asheville lässt es sich gut bummeln. Hier gibt es keine Ketten, dafür viele individuelle Läden, die mit der Liebe des Betreibers und tollen Einzelstücken ausgestattet sind. Craft Breweries, tolle vegetarische Restaurants, Open Air Märkte und Straßenmusiker – Inspiration gibt es hier an jeder Ecke.

Tour 2: Charlotte & Umgebung
Die bunte Stadt Charlotte hat eine recht überschaubare Skyline, jedoch sehr viel zu bieten. Es ist eine der einzigen Städte, welche hochrangige Sportteams wie die Panthers (Football) und Hornets (Basketball) und dazu noch Baseball und Hockey gleich in der Stadtmitte anbietet. Die Restaurantauswahl ist vielfältig – von Food Truck bis Sternerestaurant, dem Gourmet ist viel geboten. Besonders im Sommer verlagern sich die Aktivitäten nach draußen und die warmen Abende werden zelebriert.
Wer doch ins Grüne möchte, besteigt den Crowders Mountain und sieht gleich, welch ein riesiges Waldgebiet meine Heimatstadt umrandet. Bei einer Pause auf der abgerundeten Bergspitze genießen wir den Ausblick auf die entfernte Skyline und beobachten die uns in großen Kreisen umfliegenden Falken.

Der perfekte Tag wird dann mit einem Southern Style BBQ abgeschlossen, draußen versteht sich. Es gibt Spareribs aus dem Smoker, Maiskolben, eine besondere Art von Krautsalat, Maisbrot, Hähnchenspieße, Kartoffelsalat, Obstsalat, Bohnen, Sweat Tea oder Margaritas.

 

Tour 3: Charleston & Kiawah Island
Macht Euch auf den Weg in die nächste Klimazone, in der die Palmen und das Meer auf uns warten. Los geht es nach Charleston und Kiawah Island.
Hier am Kiawah Strand kann man Delfin beim Jagen beobachten und völligst entspannen. Wir beobachten die Pelikane bei der Fischjagd. Es ist beeindruckend, wie die, sonst doch eher tollpatschig erscheinenden Vögel, nach Fischen an der Wasseroberfläche suchen, aufsteigen und sich zielsicher, kopfüber in das Meer stürzen. Golfbegeisterte Urlauber finden hier ein Zuhause, Gartenfans sollten unbedingt die Magnolia Plantation besuchen und aufgrund der festen Sandbeschaffenheit, ist sogar eine gemütliche Fahrt unter der Sommersonne möglich.
In 40 Minuten ist man dann in der schönen Südstaatenstadt Charleston. Ein belgisches Eis kühlt uns von innen ab, dieses genießt man am besten auf einer schwingenden Schaukel am Hafen. Anschließend sind wir für den nächsten Spaziergang gestärkt, entlang des Waterfront Parks mit wunderschönen bunten Kolonialstilvillen bis zum Battery Park und wieder zurück zum bunten Markttreiben, und können noch einige Erinnerungsfotos schießen, wie z.B. ein Foto an dem Ananas Brunnen.
Bevor es nun wieder nach Hause geht, besuchen wir das leicht Touristen überlaufende Bubba Gump Restaurant. Hier ist wirklich der Forrest los, es wird Scharade gespielt und meiner Meinung nach ist das Beste am Essen eben doch der Mango-Mojito und nicht der angebotene Fisch. Nun ja, man kann draussen sitzen und die Themenrestaurants sind eben auch ein Teil der amerikanischen Unterhaltungswelt.

 Bye bye South Carolina, bye bye Charleston mit Deinen tollen Palmen umsäumten Straßen, dem Jachthafen, den gemütlichen Gassen, den gepflegten Grünanlagen, den wunderschönen Häusern und dem puren Urlaubsfeeling.

Marion Herrmann

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