Mit dem Mietwagen durch Costa Rica

Die „reiche Küste“, so hat Christoph Kolumbus schon das Fleckchen Erde bezeichnet, als er dort vor mehr als  500 Jahren strandete – und das bestätigt sich noch heute. Die Erwartungen halten, was sie versprechen. Eine wahnsinnig vielfältige Landschaft, tolle Menschen und ein Naturparadis sondergleichen – Costa Rica!

Das Land hat für jede Urlaubsform etwas zu bieten: Ob Strandurlaub an den Küsten, Aktivurlaub in den Bergen, Natururlaub für Tierliebhaber im Dschungel und in den Nationalparks, oder Actionurlaub auf den wilden Flüssen und Hikingtrails. Jeder kommt auf seine Kosten und wird eine unvergessliche Zeit erleben.

Meistens beginnt die Reise in San José, der Hauptstadt Costa Rica´s.

Sollte man abends landen empfiehlt es sich, die erste Nacht dort zu verbringen. Kommt man allerdings am frühen Morgen oder Vormittag an, ist eine erste, kleine Etappe mit dem Mietwagen ratsam.

San José ist keine nennenswerte Metropole und lohnt sich für einen längeren Aufenthalt nicht unbedingt. Die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum dauert je nach Verkehrslage ca. 1 Stunde. Hier sind definitiv Geduld und gute Nerven gefragt.

Wer sich dennoch durch den Verkehr quält und einen Tag in der Hauptstadt verbringen möchte, kommt besonders gut im zentral gelegenen Hotel „Fleur de Lys“ unter. Als eines der wenigen Häuser im Kolonialstil sticht es durch sein rosafarbenes Äußeres, der kleinen Veranda und einer tollen Kombination aus Neu und Alt hervor. Das Auto am besten auf den dazugehörigen Parkplatz abstellen und den Rest der Stadt bequem zu Fuß erkunden.

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Tanz auf dem Vulkan

Durch das Landesinnere erstreckt sich ein Bergmassiv, bestehend aus unzähligen kleineren und größeren Vulkanen, die durch ihre Aktivität diese Region so fruchtbar machen.

Der bereits inaktive Vulkan Irazú mit über 3.000 Höhenmeter, ist einer der höchsten des Landes.

Die Fahrt dort hin ist schon sehr beeindruckend.  Gelangt man endlich aus dem Verkehrschaos von San José und den umliegenden Ortschaften, wird die Fahrt wesentlich entspannter und die Landschaft immer grüner.

Auf halben Weg zum Irazú findet man die kleine, aber äußerst feine Pension „Granpa´s Hotel“, bestehend aus einer handvoll Holzhütten (Cabinas), die sich in einem wunderschönen Garten aufreihen und einen tollen Blick auf San José bieten.

Dort angekommen und das Gepäck verstaut, hat man nun wunderbar Zeit sich auf den restlichen Weg hoch zum Vulkan zu machen. Die Straße schlängelt sich den Berg hinauf und die Aussicht wird noch spektakulärer bis man fast komplett über den Wolken ist.

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Insgesamt gibt es 4 Krater, der Hauptkrater mit einem Kilometer Durchmesser enthält zur Regenzeit einen grünen Schwefelsee und ist ziemlich beeindruckend. Die Vegetation ist sehr trocken und staubig und erinnert ein wenig an eine Mondlandschaft. Läuft man durch den dunklen Lavasand an den Kratern entlang ist es schon faszinierend, wenn man bedenkt, dass dieser Vulkan vor einigen Jahren noch aktiv war.

Wer es schafft, früh aufzustehen, kann unmittelbar nach Sonnenaufgang, zur Trockenzeit und bei klarer Sicht, zwei Weltmeere sehen – den Pazifik im Westen und den Atlantik im Osten.

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Gut zu wissen: durch die Höhe ist das Klima hier wesentlich milder und die Temperaturen deutlich niedriger als an den Küsten. Abends geht das Thermometer schon mal auf unter 20 Grad – Frostbeulen benötigen eine Jacke.

Die Karibikküste

Wer die Fahrt danach fortsetzt, um an die Karibikküste zu gelangen, wird mit einer traumhaften Landschaft belohnt. Grün so weit das Auge reicht, Kaffeeplantagen, Erdbeerfelder, kleine Dörfchen und liebevolle, bunte Häuschen. Ab und zu eine Kuh am Wegesrand und immerzu gut gelaunte und grüßende Costa Ricaner. Es mach Spaß, sich durch die Serpentinen zu hangeln und in jeder Kurve etwas Neues zu entdecken. Es lohnt sich auch, hin und wieder auszusteigen.

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Puerto Viejo de Talamanca ist so wie man sich die Karibik vorstellt:

Unzähligen Surfer am Strand, Backpacker, bunte Cocktailbars und Restaurants machen die Atmosphäre perfekt. Die Lässigkeit und Leichtigkeit überträgt sich sofort.

Der Strand „Playa Cocles“ erstreckt sich ab Puerto Viejo über knapp zwei Kilometer und ist „Surfers Paradise“. Die Brise kommt aber nicht nur den Wellenreitern gelegen, sondern macht generell das feucht-tropische Klima erträglicher – zumindest unmittelbar am Meer.

Empfehlenswert ist ein Strandspaziergang bei Sonnenuntergang – tolles Licht und Farben schaffen eine magische Stimmung. Teilweise ist man ganz alleine unterwegs.

Erwischt man den richtigen Zugang durch den Dschungel zwischen Meer und Küstenstraße, trifft man sehr häufig auf verlassene Strandabschnitte.

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Das exklusivste und wohl einzige 4* Hotel am Platz ist am Ende von Puerto Viejo anzutreffen:  Le Caméléon.

Eingebettet im Dschungel, inmitten von Palmen und tropischen Pflanzen, findet man hier Ruhe und Entspannung. Wer es etwas hochwertiger und moderner mag, ist hier bestens aufgehoben.

Sehr puristisch, aber dennoch geschmackvoll eingerichtet, kann man sich nur wohl fühlen.

Der Clou: jeden Tag wechseln die Farben der Kissenbezüge, der Stühle, der Uniformen des Personals und sogar die Bilder im Zimmer. Spätestens hiermit erklärt sich der Hotelname.

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Der dazugehörige Beach Club auf der gegenüberliegenden Straßenseite zaubert leckere Cocktails und bietet einen tollen Ausblick auf das Meer und ein paar schaukelnde Hängematten.

Sehr praktisch: in einige Unterkünfte und im Ort selber werden Fahrräder zum Verleih angeboten. So kann man ganz entspannt entlang der Küstenstraße radeln, ohne sich mit dem Wagen auf Parkplatzsuche begeben zu müssen. Der Verkehr kann auch hier etwas anstrengend sein.

Backpacker oder Individualtouristen finden aber auch an wirklich jeder Ecke preiswerte und hübsche Unterkünfte, teilweise auch direkt am Meer.

Wer Tiere sehen möchte, kann entweder einen Tag im nahe gelegenen Nationalpark Cahuita verbringen, oder lässt sich durch das „Centro de Rescate Jaguar“ führen, einer Auffangstation für verletzte und verwaiste heimische Tiere. Ganz häufig von der Polizei am Straßenrand aufgegabelt, trifft man hier u.a Faultiere, Spidermonkies, Schlangen, Frösche, Papageien, und vieles mehr.

Junge Volunteers unterstützen das Projekt und helfen dabei, die kleinen Artgenossen wieder für die freie Wildbahn aufzupäppeln.

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Ein weiteres Highlight des Landes sind auf jeden Fall die Nebelwälder um die Region Monteverde.

Egal aus welcher Richtung man kommt, die knapp 30 Kilometer lange Schotterpiste muss durchfahren werden. Wer sich für eine Tripp mit dem Mietwagen durch Costa Rica entscheidet, sollte in jedem Fall darauf achten, ein Allrad-Fahrzeug anzumieten und das Profil der Reifen vorab zu prüfen. Ein Reifenwechsel am Straßenrand ist (leider)  keine Seltenheit.

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Madita Lenz

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