Korfu – Sonne- Sissi

Ein Reisebericht von Astrid Pinhammer: Meine erste Begegnung mit Korfu fand im April 1997 statt. Es war mein erster Einsatz als Reiseleiterin für die TUI und ich war voller Vorfreude auf diese, wie alle sagten, wunderschöne, grüne und so gar nicht typisch griechische Insel im Ionischen Meer. Die Insel zog mich vom ersten Tag in ihren Bann und in den folgenden 14 Jahren, die ich auf der Insel lebte, lernte ich die Gastfreundlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Griechen kennen, sowie ihre Freundlichkeit, die sie den Fremden und insbesondere den Deutschen entgegen bringen. Ihre Mentalität zu verstehen, fällt uns manchmal schwer, weil sie Dinge leicht nehmen, die uns bedeutend und wichtig erscheinen. Andererseits nehmen die Griechen Ihre Bräuche und Sitten sehr wichtig und verstehen es, mit der ganzen Familie ausgelassen zu feiern.

Korfu1

Die Geselligkeit und das Zusammensein mit Freunden und Familie gehören zum Tagesablauf. »Siga, Siga« ist der Wahlspruch der Griechen und bedeutet so viel wie: »Langsam, langsam« oder »Immer mit der Ruhe«. Die Insel Korfu ist die nördlichste Insel im Ionischen Meer und war und ist durch ihre strategisch gute Lage bereits in der Antike bei Seefahrern ein beliebter Anlaufpunkt gewesen. Die südliche Hälfte der Insel liegt dem griechischen Festland gegenüber, die nördliche gegenüber der albanischen Berge. Die Meeresenge zwischen Korfu und Albanien ist an ihrer schmalsten Stelle nur 1,7 km breit. Korfu wurde stark geprägt von seinen »Besatzern«. Die Venezianer, die Briten und auch die Franzosen haben zeitweise das Bild der Insel, vor allem ihre Kultur und auch ihre Architektur beeinflusst. Wobei gerade die Venezianer der Insel vieles von ihrer urbanen Schönheit hinterlassen haben. Sie kultivierten die Insel mit der Anpflanzung von Olivenbäumen und Zypressen, dem heute bestimmenden Landschaftsbild Korfus. Auch die Pastelltöne der Häuser, die in der Regel gelb, hellblau, rosa oder beige sind, deuten auf die Zeit der Venezianer. Die Altstadt wird eingerahmt von zwei venezianischen Festungsanlagen und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Unternehmen wir gemeinsam eine Inseltour, denn Korfu hat viel mehr zu bieten als wunderschöne Strände. Startpunkt ist die Inselhauptstadt Kerkyra, wie die Griechen sie nennen. Eine pulsierende Stadt, mit einer wunderschönen, pittoresken Altstadt. Der zentral gelegene Liston-Platz mit seiner prachtvollen venezianischen Architektur ist der Treffpunkt in der Stadt. Zahlreiche gemütliche Cafés und Restaurants reihen sich hier eng aneinander – hier heißt es Sehen und Gesehen werden. Für einen Bummel durch die vielen Geschäfte sollte genügend Zeit eingeplant werden und auch ein Besuch der Kirche des Heiligen Spiridon, dem Inselheiligen und Schutzpatron von Korfu, darf nicht vergessen werden. Ca. 10 km südlich der Altstadt imDorf Gastouri liegt die Hauptattraktion der Insel – das Achilleon – besser bekannt als das Sissi-Schlösschen. Das stattliche Anwesen war einst das regelmäßige Urlaubsdomizil der Kaiserin Sissi und in Verehrung des Troja-Helden Achilles widmete sie ihm dieses Schloss. Nach ihrem Tod wurde das Schloss von Kaiser Wilhelm II gekauft, der ebenfalls seine Spuren hinterlassen hat. So manches alte »typisch« griechische Volkslied erkennt so mancher doch eher als deutsches Volkslied aus der Kaiserzeit. Der schönste Teil der Insel, der bei deutschen Urlaubern sehr beliebt ist, ist der landschaftlich abwechslungsreiche Norden Korfus mit seinem Ferienort Acharavi.

Korfu

Die Bucht von Acharavi ist 8 km lang und durch ihren flach abfallenden Sand-Kiesstrand gerade bei Familien und bei Strandläufern sehr beliebt. Es ist eines der wenigen Feriengebiete auf der Insel, zu dem auch ein Ort mit einer langen Promenade und vielen Einkaufsmöglichkeiten gehört. Mein Hoteltipp hier ist das Hotel St. Georges’Bay am Ortsrand von Acharavi. Das Hotel, das wie ein korfiotisches Dorf gebaut wurde, besticht durch seinen Flair, seinen großzügigen, herrlichen Garten sowie die direkte Strandlage. Das Hotel ist ideal für Ruhesuchende und Individualisten! Die Gartenanlage mit ihrer üppigen Vegetation und Blumenvielfalt, das durchweg deutschsprachige Personal und die liebevolle Betreuung lassen Ihren Urlaub zu einem Erlebnis werden. Buchbar ist das Hotel im Jahr 2015 über TUI und Jahn Reisen! Meine Empfehlung: Besuchen Sie am Abend eine der vielen gemütlichen Restaurants und Tavernen. Da gibt es die Tapas-Bar Alegria, das Restaurant Pumphouse oder eine der vielen Tavernen am Strand mit Blick in den allabendlichen Sonnenuntergang. Besonders empfehlenswert ist eine Fahrt entlang der malerischen Ostküste, eine sehr kurvenreiche Strecke, die von der Stadt aus in Richtung Kassiopi und dann weiter in den Norden führt. Hier blicken Sie auf unzählige kleine Buchten, Fischerhäfen, die Meeresenge und das gegenüberliegende Festland. Eingerahmt wird die Küstenstraße vom Pantokratorgebirge mit seinem höchsten gleichnamigen Berg (906 m). Kassiopi ist der schönste Fischerhafen der Insel und besonders in den Abendstunden, wenn die Lichter angehen, sehr beliebt zum Shoppen, Promenieren und Essen gehen.

Die Westküste der Insel besteht aus Steilküsten mit atemberaubenden Ausblicken, dem so genannten »Schönsten Blick auf Erden – Bellavista« und vielen herrlichen Buchten. Paleokastritsa und sein Kloster muss man ebenfalls besucht haben. Ein Highlight sind auch die Wassertaxis in Paleokastritsa. Sie bringen Sie an entlegene Buchten, die nur von der Wasserseite erreichbar sind. Zu einer vereinbarten Uhrzeit werden Sie (hoffentlich) wieder abgeholt. Auch für Familien mit Kindern bietet Korfu eine ganze Menge. Ein echter Spaß ist der Besuch des Aqualandes,
einem riesigen Wasserpark, der keine Wünsche offen lässt. An vielen Stränden kann man Tretboote mieten, ich mache dies mit meiner Familie immer in Sidari, im Nord- Westen der Insel. Von hier aus kann man entlang der Kalksandsteinfelsen über den Canal d’Amour bis zum Kap Drastis fahren und viele Badestopps einlegen. Wer weniger sportlich ist, kann ebenfalls fast überall auf der Insel kleine Motorboote mit normalem PKW Führerschein mieten. Die natürliche Schönheit der Insel wandelt sich mit der Jahreszeit. Jede Jahreszeit hat ihren besonderen Reiz. Als etwas
Besonderes empfindet man auch das Licht, das man auf Korfu wahrnimmt. Vielleicht liegt es am üppigen Grün, dass man dieses warme Licht als besonders angenehm und wohltuend empfindet. Wer die Insel in der Zeit Mai/Juni oder September/Oktober bereisen möchte, sollte Wanderschuhe einzupacken, denn es gibt traumhafte, erschlossene Wanderwege, die unbedingt entdeckt werden sollten; spezielle Wanderführer (z. B. Sunflower Verlag) bieten hier tolle Anregungen. Ein weitgereister Grieche sagte vor einiger Zeit zu mir: »Kreta ist vielleicht die interessanteste aller griechischen Inseln, aber Korfu ist die Schönste!« Yassas und Antio – auf Wiedersehen auf Korfu!

Wenn Sie Lust auf Kreta haben, dann heben Sie ab und kontaktieren Sie Ihren persönlichen Reiseberater gleich hier.

Sascha Nitsche

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