Biikebrennen auf Sylt

Wie für viele andere auch, ist Sylt für mich immer eine Reise wert. Wer die Perle der Nordsee jedoch einmal auf eine etwas traditionellere Art kennenlernen möchte, dem empfehle ich einen Urlaub rund um den 21. Februar, denn hier findet das sogenannte Biikebrennen statt.

Biike, was ist denn das? Hierbei handelt es sich um das nordfriesische Wort für Feuerzeichen.

Mit der Biike möchten die Sylter durch das Verbrennen von Tannenbäumen und Gartenabfällen den Winter vertreiben. Zu Zeiten der Walfänger diente das Feuer zudem als Verabschiedung der Seeleute. Nahezu jede Gemeinde hat ihr eigenes Feuer.

 

Bildquelle Fackeln: Sylt Marketing Gmbh, Lynn Scotti

Damit Sie auch als nicht Insulaner daran teilnehmen können, gibt es in nahezu jedem Geschäft Fackeln zu kaufen. Diese erhellen die Wege zu den einzelnen Biiken und werden später dann mit in die Flammen geworfen.

Da es im Februar wettertechnisch noch recht ungemütlich auf Sylt sein kann, stärkt man sich traditionell nach der Biike mit einer Portion Grünkohl. Wenn Sie diesen nicht selbst zubereiten möchten, ist die frühzeitige Tischreservierung in einem der vielfältigen Lokale empfehlenswert.

Sollten Sie Grünkohl nicht ganz oben auf Ihrer Favoritenliste haben, dann empfehle ich Ihnen  die typisch gedrehten Pommes von „Twisters“. Seit 1995 gibt es „Twisters“ bereits auf Sylt. Seit ein paar Jahren kann man die gleichnamige Pommes in einem  Beach Diner in Wenningstedt nahe der Surfschule genießen. Aber Vorsicht,  die Möwen lieben sie genauso wie ich 😉 

Und wer weiß, vielleicht erweckt die Location ja Lust auf den nächsten Sylt Urlaub während einem der Surf Cups. 

 Nur was soll man während der restlichen Zeit im Februar Urlaub auf einer Insel machen, die nicht umsonst für ihr Reizklima bekannt ist? Ganz klar, die wunderschöne Natur erkunden. 

Am Morsum Kliff hat man häufiger die Möglichkeit sich wie der einzige Mensch weit und breit zu fühlen. Holzplanken ausgefüllte Wegen führen die Spaziergänger durch die Heidelandschaft mit einem wunderschönen Panoramablick über die Wattseite. Lässt man seinen Blick von dort aus in die andere Richtung abschweifen, sieht man von Zeit zur Zeit den Autozug, der die Urlauber und Insulaner über den Hindenburg Damm nach Sylt bringt. 

Vom Wind durchgepustet, ist man nach dem Spaziergang bestens in einem der vielen Cafés aufgehoben. Egal ob Kaffee, Tee , Kakao oder ein Pharisäer , ein heißes Getränk wirkt Wunder, um die Kälte zu vergessen. 

Einen perfekten “ Überblick “ erhalten Sie während einer Leuchtturm Führung in Hörnum, der südlichsten Gemeinde von Sylt.

Der Leuchtturmführer erzählt auf seine friesische Art Anekdoten und Fakten über Sylt, Hörnum und seinen Leuchtturm. Das Highlight ist die letzte Station, bei welcher man bei gutem Wetter die Aussicht auf dem Außenring genießen kann. Von hier aus können Sie auch die beiden Nachbarinseln Föhr und Amrum sehen. Eine schöne Eselsbrücke zum Merken der Lage ist RALF (=rechts Amrum, links Föhr). Die Besichtigung des Leuchtturms sollte unbedingt im Vorfeld des Urlaubes reserviert werden, da immer nur 10 Personen an der Führung teilnehmen können.

Nach der Führung lohnt sich ein Sparziergang zum Hörnumer Hafen. Mit etwas Glück sieht man hier eines der Wahrzeichen von Hörnum – Willi, die Kegelrobbe. Jahrelang hat man geglaubt, dass es sich hierbei um eine männliche Robbe handelt, bis auf einmal ein Jungtier mit dabei war. Willi lässt sich immer wieder im Hafenbecken blicken, um sich seinen frischen Fisch zu „angeln“ (diesen kann man am Fischstand kaufen – aber auch hier gilt – Achtung Möwen).

Sollte man während seines Urlaubes dann doch einmal Schietwetter haben, lohnt sich der Weg nach List, der nördlichsten Gemeinde Sylts. Hier finden Sie das „Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt“. Lernen Sie wetterunabhängig alles über das Wattenmeer, die Gezeiten und Sturmfluten. Sowohl Groß als auch Klein haben hier ihren Spaß und können noch neues Wissen mit nach Hause nehmen.

Und was wäre ein Nordseeurlaub ohne ein Krabbenbrötchen? Am Lister Hafen haben Sie hier die beste Gelegenheit dieses zu essen.

Sabrina Danlowski

Lust auf diese unvergessliche Reise?
Kontaktieren Sie mich.

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