„Almost Caribbean“ – Key West & Dry Tortugas

Time for a road trip – zumindest für uns, meinem Mann und mich. Ausgangsort ist Charlotte in North Carolina. Ihr steigt vorzugsweise in den Flieger und landet entweder in Fort Lauderdale oder Miami für einen entspannten Start in Euren „Almost Caribbean“-Urlaub.

Dank der großzügigen Urlaubsregelung in Deutschland (wir haben nur 10 Urlaubstage hier), könnt Ihr neben den Florida Keys natürlich noch Party an Miami’s Ocean Drive machen, die Outlet Malls um Fort Lauderdale leer shoppen, die beeindruckenden Everglades mit einer Kanufahrt erforschen, wunderschöne Sonnenuntergänge in Naples genießen, Minnie Mouse einen Besuch abstatteten, eine Kurzkreuzfahrt zu den Bahamas machen, mit dem Spaceship abheben, undsoweiter undsofort…

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Wir konzentrieren uns heute auf die Florida Keys in Kombination mit einem noch recht unbekannten Ausflug zu dem Dry Tortugas N.P. Das Island Feeling beginnt kurz nach Homestead, wenn euch die US1, oder auch der sogenannte Overseas Highway, über die Hauptinseln Key Largo, Islamorada und Marathon nach Key West führt. Die Fahrt ab Miami dauert ca. 3 1/2 Stunden,wohlgemerkt ohne Stops, denen ihr bei schönem Wetter kaum entgehen könnt. Genießt den Fahrtwind, saugt das Blau und Türkis des Meeres rund um Euch herum auf, haltet Ausschau nach Haien und Delfinen.  Sehenswerte Stops sind z.B. das Tarpon Fisch Füttern auf Islamorada, das Schildkröten-Hospital in Marathon, der schöne Bahia Honda State Park mit der vom Sturm zerstörten Brücke, sowie die Mini Rehe (Key Deer) in Big Pine Key.

Auf Key West erwarten Euch nicht nur der bekannte Southernmost Point und Mile Zero der US1. Key West ist ein bunter Mix aus Hafen- und Fischerbetrieb, verrücktem Nachtleben, Einflüssen aus verschiedensten Kulturen, entspannten Einwohnern, freilaufenden Hühnern und Hähnen, von Palmen umsäumten Straßen mit regem Verkehr, türkises Meereswasser und tropisches Klima.

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Das Hotelangebot ist groß. Von Resort mit kleinem Strand und großem Pool bis zu kleinen, hübschen Boutique Hotels – alles ist möglich, lasst Euch nur gut beraten. Gut zu wissen, dass Key West keine wirklichen Sandstrände hat. Ihr trefft entweder auf steinigen Untergrund oder auf  aufgeschütteten Sand aus der Karibik. Badeschuhe sind bei Variante 1 von Vorteil.

Auch wenn die Insel verhältnismäßig klein ist, macht ein Fahrrad zu Eurem Verkehrsmittel oder für ein wenig mehr Guidance dann auch gerne den Trolley, der alle Sehenswürdigkeiten und viele Hotels auf Key West anfährt. Das Auto lasst Ihr am besten auf einem sicheren Hotelparkplatz stehen, die Möglichkeiten sind sehr limitiert und teuer.

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Das nördliche Ende der Duval Street und der sogenannte Mallory Square sind immer gut besucht und berühmt berüchtigt für die Sonnenuntergangsfestivitäten und die Vielzahl an Pubs und Bars, viele mit Live Musik. Ruhesuchende halten sich eher im südlichen Teil der Insel auf. Louie’s Backyard beispielsweise wurde zu einem unserer Lieblingsorte, um entspannt einen Cocktail/ein Bier zu schlürfen und den Tag ausklingen zu lassen.

Darf es ein wenig schicker sein und Ihr möchtet unbedingt einmal frischen Fisch probieren, dann ist auch das hier gleich möglich. Allgemein ist es durchaus von Vorteil, sich schon vorab ein paar Sachen herauszusuchen die Euch gefallen, sonst ist man leicht von der Auswahl überwältigt. Die Sonnenmilch ist bereits aufgebraucht? Kein Problem, im Publix bekommt Ihr wirklich alles von Beautyprodukten bis Obst und preiswerte Snacks für den Tag.

Der Dresscode auf der Insel ist sehr relaxt, das Essen gut, jedoch für deutsche Verhältnisse etwas teuer und die Auswahl an tropischen Cocktails groß. Probiert unbedingt einen Key Lime Pie, entweder im Blue Heaven oder in der Old Town Bakery.
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Möchtet Ihr dem Key Lime Pie dann noch ein Sahnekröhnchen aufsetzen, dann bucht vorab einen Tagestrip zum 110km oder auch zwei Stunden per Boot entfernten Dry Tortugas N.P.. (mehr Info)

Wir hatten das Glück dort zwei Nächte zelten zu können, was für uns das ultimative Erlebnis war, da man am Ende des Tages die Insel mit dem drittgrößten Fort der USA so gut wie für sich alleine hat und beispielsweise zu Loggerhead Key kayaken kann.

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Doch auch ein Tagestrip bringt Euch zu diesem magischen Ort mit aufregender Geschichte, tollen Schnorchelmöglichkeiten und atemberaubendem Meereswasser. Hier könnt ihr seltene Vögel beobachten, wenn Ihr Glück habt mit Delfinen, Haien oder Schildkröten schwimmen und Bilder schießen, die all Eure Instagram Follower und Daheimgebliebenen neidisch machen.
Die Yankee Freedom stellt die Schnorchelausrüstung für den Tag und versorgt Euch mit Frühstück, Lunch und starken Rum-Cocktails ab 2pm.

Solltet Ihr schnell seekrank werden, dann könnt Ihr natürlich auch mit einem der hübschen, bunten Wasserflugzeuge abheben und die Inseln von oben bestaunen beim Landeanflug. Almost Caribbean, mit all den amerikanischen Annehmlichkeiten, das sind für mich die Keys und der beeindruckende Dry Tortugas N.P. .

Take care,
Eure Marion